Geld ist nicht alles, aber?

Das eigene Kind bringt unendlich viel Freude in das Leben der Eltern, es sind aber auch viele Dinge zu berücksichtigen. Den Nachwuchs und sich selbst angemessen zu versorgen ist nicht immer einfach. Der Staat hilft Schwangeren und Müttern bei dieser großen Aufgabe sowohl mit Beratung und Information wie auch durch finanzielle Mittel.

Das ist in den meisten Fällen auch notwendig, denn ein Kind in Deutschland aufzuziehen, sodass es einen guten Start in das eigene Leben erhält, ist durchaus von der finanziellen Ausstattung abhängig. Da können selbst kleine monatliche Beträge von Bedeutung sein. Immerhin errechneten unterschiedliche Stellen einen durchschnittlichen Aufwand von etwa 110.000 bis 150.000 Euro pro Kind bis zu dessen 18. Lebensjahr. Dabei gibt es nicht wenige Kritiker, die diesen Betrag als zu gering ansehen, denn in diese Berechnungen werden nur die tatsächlich entstehenden Kosten einberechnet. Nicht einberechnet wird der Einkommensverlust, der durch ein Kind entstehen kann und oft auch entsteht. Auch der zeitliche Aufwand wird aus Sicht vieler nicht angemessen berücksichtigt. Natürlich hört sich dies alles im Angesicht eines neugeborenen Kindes doch etwas egoistisch an, aber es ist die Realität und es hilft dem Kind selbst am allerwenigsten, wenn davor die Augen geschlossen werden. Darum sollten werdende Mütter alle Möglichkeiten ausschöpfen, die staatliche Stellen hierzu bieten. Schwangere und Mütter dürfen hierbei auch keine falsche Scham zeigen. Kinderlose Paare und Singles nutzen ja auch alle Möglichkeiten aus und deren Beitrag zur Gesellschaft ist in der Regel wesentlich geringer, denn was kann schon mit einem Kind gleichgesetzt werden?

Was bietet der Staat?

Es bestehen mehrere Möglichkeiten und entsprechende Anlaufstellen, um Geld vom Staat während der Schwangerschaft und für die folgende Erziehung des Kindes zu erhalten. So können sich Schwangere in den jeweiligen Schwangerschaftsberatungsstellen über die vorhandenen Möglichkeiten informieren. Das beginnt bei Sozialleistungen, die ab einer Einkommensobergrenze während und auch nach der Schwangerschaft bezahlt werden, über Mutterschutz und Mutterschaftsgeld für Arbeitnehmerinnen bis zum Elterngeld und natürlich dem Kindergeld. Auch online bestehen Möglichkeiten zur Information, um beispielsweise das Mutterschaftsgeld selbst berechnen zu können.

Frühzeitig informieren

Staatliche Mühlen mahlen bekanntlich langsam, das gilt auch noch im digitalen Zeitalter. Darum sollte eine festgestellte Schwangerschaft der Anlass sein, sofort Informationen einzuholen und Anträge so früh wie möglich zu stellen. Ein wichtiges Dokument hierzu ist das ärztliche Testat zum Geburtstermin. Es bildet zum Beispiel die Grundlage zur Berechnung des Mutterschaftsgeldes und der Zeit des Mutterschutzes.

Es lohnt sich auf jeden Fall zumindest nachzufragen, ob Möglichkeiten bestehen, staatliche Unterstützung zu erhalten. Die so oder so gesetzlich festgelegten Zuschüsse, wie das Mutterschaftsgeld, das anteilig vom Arbeitgeber und dem Staat getragen wird, können immer in Anspruch genommen werden und das sollten sie auch.